Die Eifersucht

Kennst du das? Dieses unangenehme Gefühl das sich anschleicht, wie ein Raubtier, das seine Beute beobachtet, genau fixiert und analysiert um dann im richtigen Moment der Schwäche zuzupacken. Der Moment der Schwäche in dem du deinen Hirngespinsten nachgibst. In dem du die Gedankenspirale aktivierst, lauter und lauter werden lässt, bis die Stimmen in deinem Kopf zu schreien beginnen. Dann hat sie dich erwischt, sie wirft dich zu Boden, wirbelt dich durch die Luft und beißt zu. Die Eifersucht. Die Eifersucht, der Neid, dass du dieses und jenes nicht hast. So viele andere haben es und du hast es nicht. Warum, was machst du falsch, was stimmt nicht mit dir? Wieso klappt es bei dir nicht? Und der Biss wird fester und stärker, ihre Reißzähne bohren sich tiefer und tiefer in dein Fleisch. Sie hat dich im Griff und lässt dich nicht mehr los. Du wirst wütend, du wirst traurig, weil du es nicht hast, weil du es einfach nicht bekommst. Alle um dich herum haben es, allen scheint es gut zu gehen, alle scheinen den Dreh raus zu haben –nur du nicht. Und sie schlägt ihre Krallen noch tiefer in dich und vergiftet deinen Körper und Geist immer mehr. Du wirst unzufrieden, unglücklich und fühlst dich schlecht und schuldig. Was bist du nur für ein schlechter Mensch, der anderen den Erfolg, die traumhafte Beziehung, das schöne neue Auto, oder was auch immer nicht gönnt. Wie kann man nur so böse sein? Sei doch gefälligst zufrieden mit dem was du hast, anderen geht es schließlich viel schlechter. Undankbares Ding du. Kennst du das? Kennst du diese Gedanken? Das ist das Gift, das nun durch deine Adern fließt und sich ausbreitet, in dir, in deinem Geist und in deinem Körper. Der Wunsch gewisse Dinge im Leben zu haben treibt uns an, ist unser Motor um nach mehr zu fragen, um mehr für uns und unser Leben einzufordern. Du bist nicht schlecht weil du das auch willst, was du bei anderen siehst. Es ist ein großer Unterschied ob wir es anderen nicht gönnen – was für mich die meiste Zeit über einfach nicht der Fall ist –oder ob wir es auch haben wollen. Spürt mal den Unterschied der Energie von „ Ich will das auch haben“ und „ Wieso hat der das und ich nicht?“. Das eine weckt Neugierde, Verlangen und Freude wohingegen das andere Widerstand, Wut und Mangel erzeugt. Was wäre, wenn wir also anerkenne würden, dass wir gewisse Dinge auch in unserem Leben haben wollen ohne sie anderen missgönnen zu müssen, ohne Angst zu haben, dass dann für uns nichts übrig bleibt oder dass wir zu wenig bekommen. Was wäre wenn wir der Bestie nicht länger die Möglichkeit geben uns zu fangen, weil wir ihr davonfliegen? Was wäre wenn wir alle wissen würden, dass wir alle alles haben können wonach wir uns sehnen, dass nichts unmöglich ist, wenn wir es wollen und daran glauben? Was wäre, wenn wir uns eingestehen würden, dass wir Bedürfnisse, Wünsche und Träume haben, die nach Erfüllung lechzen? Was wäre wenn wir uns erlauben würden nach mehr zu fragen und uns mitzufreuen, wenn jemand der nach mehr gefragt hat, auch mehr bekommt? Denn was bedeutet das letztendlich? Das es möglich ist, für jeden von uns…

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