Der Berg

 

Du stehst vor ihm, blickst hinauf und fragst dich wann du es endlich schaffen wirst. Wann wirst du diesen Berg endlich erklimmen. So viele Male hast du mit dem Aufstieg begonnen, so viele Male warst du guter Dinge, motiviert und hattest die Hoffnung es zu meistern. Und so viele Male hast du doch wieder aufgegeben, kehrtgemacht und das Handtuch geworfen.

Du stehst nun wieder vor dem Berg, deinem Berg. Du willst ihn besteigen, ihn bezwingen. Du willst oben stehen und die frische, klare Luft einatmen, mit der tiefen Zufriedenheit es geschafft zu haben. Du willst es unbedingt. Dein Vorsatz ist eindeutig, Du willst da hinauf. Du musst es ganz einfach schaffen, verbissen verfolgst du das Ziel, den Berg zu bezwingen. Doch er wirkt unbesiegbar, riesig, übermächtig und warum solltest du es diesmal schaffen? So oft wurdest du enttäuscht, musstest aufgeben und umkehren, weil dich einfach die Kraft und der Mut verlassen haben. So oft bist du frustriert wieder an der Weggabelung gestanden und wusstest nicht weiter. Die Sehnsucht trieb dich jedoch immer wieder auf den Weg, der dich zum Berg führt.

Es ist dein Berg, deine Krankheit, deine Unsicherheit, deine Angst, wofür auch immer der Berg steht. Du kannst es noch so sehr wollen, dich noch so sehr anstrengen und abmühen, wenn du nicht daran glaubst, dann wirst du deinen Berg niemals erklimmen. Die Wahrheit ist, dass der Wille nicht ausreicht. Nur wenn du es tatsächlich glaubst, es für möglich hältst und bereits den Wind auf dem Berggipfel fühlen kannst, wenn du die Tränen der Dankbarkeit fließen spürst, weil du es geschafft hast, dann wirst du es schaffen. Dann wirst du deinen Berg besteigen, du wirst am Gipfel stehen, zufrieden lächeln und sagen: „Ich habe es geschafft.“ Und du hast es geschafft. Nicht weil du es unbedingt wolltest, nicht weil du dich vollkommen verausgabt hast und dich abgemüht hast, sondern weil du daran geglaubt hast. Du hast es ins Sein geglaubt. Und wann immer der Zweifel oder die Unsicherheit dich gepackt haben, bist du ruhig geblieben und hast den Wind in deinem Gesicht gespürt, der sanft vom Berggipfel weht.

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