Es ist hinter mir
Fast hat es mich eingeholt
Ich dreh mich um
Muss sehen, wie weit es noch von mir entfernt ist
Ich laufe, schneller, schneller
Es darf mich nicht erreichen
Ich laufe
Wieder drehe ich mich um
Wo ist es?
Es darf mich nicht fangen
Ich laufe schneller
Das Herz schlägt mir bis zum Hals
Kann kaum noch atmen
Wo ist es?
Ich hab Angst, was, wenn ich nicht schnell genug bin?
Was, wenn es mich doch einholt?
Was, wenn ich ihm nicht entkomme?
Ich laufe, noch schneller
Da hinten, da ist ein gutes Versteck
Wenn ich es dahin schaffe, bin ich in Sicherheit
Vorerst
Mit letzter Kraft erreiche ich mein Ziel
Ich raste mich aus.
Wo ist es?
Ich weiß, dass es noch immer lauert
Es wird nicht ruhen, ehe es mich hat
Ewig kann ich in meinem Versteck nicht bleiben
Nur kurz ausruhen
Da ist es wieder
Ich kann es sehen
Es schleicht sich an
Erneut will es mich fangen.
Doch ich bin schneller.
Ich laufe, ich laufe und laufe.
Ich bin so müde.
Was, wenn ich stehen bliebe?
Was, wenn ich mich ergebe?
Was, wenn ich mich ihm stelle?
Keine Lust mehr wegzulaufen.
Wo ist es?
Ganz dicht hinter mir
Gleich hat es mich
Ich bleibe stehen
Ich bin bereit
Ich sehe es an
Komm nur
Ich laufe nicht mehr weg
Komm her
Nimm mich
Verschling mich
Nimm mich ganz
Ich gebe mich dir hin
Ich bin bereit
Bereit für den Augenblick,
indem sich seine Zähne in mein Fleisch bohren
und seine Krallen meine Haut zerreißen
Ich ergebe mich
Ich bin bereit
Nimm mich
ich will nicht mehr flüchten
Und es kommt auf mich zu
ich bereite mich auf den Schmerz vor
Ich schließe meine Augen
Ich spüre den Biss
Das Blut fließt
Es schmerzt
Doch dann…
Der Schmerz lässt nach
Ich öffne die Augen
Will ihm ins Gesicht sehen
Doch es ist verschwunden
Ich habe ES gefühlt und somit erlöst
Mich erlöst…
Gefühle sind da um gefühlt zu werden…
Dann können sie auch wieder gehen