Wenn nur…

Wenn ich noch ein bisschen an mir arbeite, dann ist alles gut, dann bin ich am Ziel. Ich muss noch ein bisschen weniger egoistisch sein, noch ein bisschen dankbarer, noch ein bisschen großzügiger. Weniger Erwartungen haben. Mehr Nachsicht mit meinen Mitmenschen zeigen. Weniger ängstlich sein, mutiger werden. Nicht so viel nachdenken. Nicht so viel im Ego sein. Mehr im Moment sein. Das ist ganz wichtig. Keine Sorgen machen. Keine Zweifel haben. Aber kein und nicht hört das Unterbewusstsein nicht. Also positiv formulieren, ohne nicht und kein – ganz wichtig! Positiv denken. Okay. Fokus auf das Positive richten. Ich muss meinen Fokus mehr auf das Positive richten.

Weg mit dem müssen – kein Müssen, müssen erzeugt Druck Zwang und Widerstand. Widerstand ist nicht gut. Entspannen. Mehr entspannen. Loslassen. Ich will loslassen. Ich will loslassen. Ich will endlich zufrieden sein. Nichts wollen, denn wollen heißt Mangel und nicht haben. Okay, nichts mehr wollen. Ich brauche nichts. Alles ist in mir. Ich habe alles, was ich brauche. Oh, das fühlt sich gut an. Es geht mir gut. Endlich. Ich will nichts. Ich brauche nichts. Alles ist gut. Ich kann durchatmen, endlich. Ich fühl mich gut, so richtig gut. Ich bin vollkommen zufrieden und glücklich. Herrlich dieses Gefühl.

Oh, da taucht ein Gefühl auf: darf ich mich überhaupt so fühlen, bei all dem Elend und Leid? Darf ich glücklich sein? Da ist er, der Zweifel biegt um die Ecke und hat mich fest im Griff, Was wenn ich das Gefühl nicht halten kann? Was wenn ich mir das alles nur einbilde? Was dann? Schnell weg mit dem Zweifel, zweifeln ist schlecht. Ich muss vertrauen. Ich muss mehr ins Vertrauen kommen. Alles ist gut. Alles was ich brauche ist in mir. tief durchatmen, zur Ruhe kommen, still werden.

Alle Antworten sind in mir. Im Außen werde ich sie nicht finden. Okay, nichts mehr im Außen suchen. Ich muss mich mehr mit mir und meinem Inneren beschäftigen. Mehr Ruhe, mehr Meditieren, mehr ins Spüren kommen. Vielleicht Body Scanning? Ich muss mehr auf den Körper hören. Mehr auf ihn achten, liebevoller sein. Ihn gesund und ausgewogen ernähren. Mehr Vitamine, mehr Pflanzliches, kein Fleisch, keine Milchprodukte, weniger Zucker. Gut, ich muss mich besser ernähren, mehr bewegen, mehr meditieren. Ruhiger werden, verständnisvoller.

Alles was mich trifft, betrifft mich auch. Warum triggert mich dieses Verhalten? Was hat das mit mir zu tun? Schattenarbeit, okay ich muss mich mit meinen Schatten beschäftigen. Zusätzlich nachsehen, wie es meinem inneren Kind geht. Gefühle zulassen, annehmen, was ist. Das ist wichtig, nur so kann sich etwas ändern. Okay, ich bin im Jetzt. Ich akzeptiere den Ist-Zustand. Fokus neu ausrichten…

Atmen, loslassen, im Jetzt sein, positiv denken, dankbar sein, bewusst leben, gesunde Ernährung, meditieren, innehalten, Fokus halten und um Himmels Willen keinen Widerstand haben, aber auch nichts müssen. Dieses neue Video klingt vielversprechend, vielleicht bekomm ich da einen wichtigen Hinweis, was ich noch besser machen könnte? In diesem Podcast geht’s um Erleuchtung und Selbstfindung, den muss ich unbedingt anhören. Das neue Buch von Guru XY soll sehr hilfreich sein, damit man bewusster und zufriedener wird. Das werde ich als nächstes lesen. Aber ich muss noch mein Journaling schreiben und mich um mein inneres Kind kümmern. Den letzten Konflikt mit dem Chef muss ich mir auch noch anschauen und die Mediation mit dem Arschengel machen. Wenn ich noch ein bisschen an mir arbeite, wenn ich das noch optimiere und hier noch etwas wegmache. Wenn ich noch mehr im Frieden bin, meine Gefühle zulasse, akzeptiere was ist, dankbar bin und brav meditiere, atme und mich bewusst ernähre. Wenn ich noch verständnisvoller werde, wenn ich noch ein besserer Zuhörer werde, wenn ich mutiger werde, wenn ich selbstbewusster werde. Wenn nur, wenn ich nur hart genug an mir arbeite… Dann, was ist dann? Darf ich dann endlich glücklich sein und leben? Darf ich mich dann lieben?

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